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Wandarten

Autor: | Donnerstag, 25. November 2010 | Kommentare (1)

Für die Erstellung von Innenwänden stehen einem viele Materialien zur Verfügung. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick.

Gipskartonständerwände

Gipskartonständerwände bestehen aus einer Metallständerunterkonstruktion, min. 5cm, einer Zwischendämmung von ebenso 5cm  und einer Beplankung aus Gipskartonplatte (GKP) 1,25cm je Seite. So kriegt man eine Mindeststärke von 7,5. Eine bessere Schalldämmung erzielt man mit einer doppelten Beplankung (was häufig ist), was zu der üblichen Wandstärke von 10cm führt oder/und mit einer dickeren Unterkonstruktion.
Die Gipskartonplatten sind Platten, die in Ihrem Kern kompakten Gips haben und beidseitig mit Karton bezogen sind, die den Platten die nötige Stabilität verleihen und für eine glatte Oberfläche sorgen.

Der große Vorteil der Gipskartonwände liegt in der schnellen und einfachen Verarbeitung, die alle Formen möglich macht (rund, zick-zack, Nischen usw.). Zusätzlich haben sie ein geringes Eigengewicht gepaart mit einem hohen Feuerwiderstand und gutem Schallschutz. Die Gipskartonwände nehmen durch die Poren Feuchtigkeit auf, die sie bei steigenden Temperaturen wieder abgeben. So sorgen sie für ein angenehmes Raumklima.
Zu verwenden sind sie überall im Haus oder in der Wohnung, aber nicht im Außenbereich. Für Nassräume gibt es speziell imprägnierte Platten mit grüner Oberfläche. Zusätzlich gibt es auch Gipskartonplatten, die speziell für den Brandschutz (rot) oder den Schallschutz (blau) sind.

Lehmwände

Lehmbauplatten gehören zu den nachhaltigsten und natürlichsten Baustoffen, vor Allem im Innenbau. Da Lehm nicht wasserfest ist, wird er in nördlichen Ländern nur im Innenbereich eingesetzt oder so verbaut, dass er witterungsgeschützt ist.
Lehm ist eine Mischung aus Ton, Feinstsand und Sand. Dem wird auch oft Stroh, Schilf, Sägespäne oder auch Glasfaser zugefügt – Materialien, die die Rissbildung verhindern und die Wärmedämmeigenschaften verbessern (In alten Zeiten haben Schweinehaare und Kuhmist dafür gesorgt). Die Oberfläche von Lehmbauplatten ist mit einer textilen Lage beschichtet mit Stoffen wie Jute, Flachs oder Baumwolle. Schließlich kann man auf die Platten Lehmputz oder -farbe auftragen.
Sie werden – wie auch Gipskartonwände – auf Metallständer oder an einem Holz-Ständerwerk aufgestellt. Eine Unterkonstruktion mit Metallständern hat den großen Vorteil, dass die Führung von Rohrleitungen sehr einfach geht.
Sie sind ähnlich einfach in ihrer Verarbeitung wie Gipskartonwände. Lieferbar sind sie meist in den Maßen 125 cm x 62,5 cm, was aber von Firma zu Firma variiert und lassen sich leicht mit einer Stich- bzw. Handkreissäge beliebig schneiden.

Lehmbauplatten sind für jeden Raum geeignet, auch im Badezimmer (bis auf den ständig von Wasser bespritzten Bereich). Es gibt kaum ein Material, das über so viele positive Eigenschaften verfügt.
Lehm ist:
–    luftfeuchtigkeitsregulierend und beugt daher Schimmelbildung vor,
–    hat den geringsten Primärenergiebedarf unter den Baustoffen,
–    kann jederzeit wieder verwendet werden und ohne Umweltbelastung entsorgt werden,
–    hat ausgezeichnete Schallschutzeigenschaften,
–    gutes Wärmespeichervermögen,
–    ist wasserdampfdurchlässig,
–    elektrostatisch neutral,
–    absorbiert Gerüche,
–    ist schadstofffrei, antibakteriell und daher für Allergiker und Asthmatiker geeignet,
–    Lehmbauplatten sind in feuchtem Zustand gut formbar und können somit jegliche Gestalt annehmen
–    und letztlich schirmt Lehm elektromagnetische Strahlung ab.

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Holzwände

Wände aus Holz ist eine andere Variante sehr schlanke Wände aufzustellen, die ebenso belastbar sind wie Massivwände.
Zu den Vorteilen von den Holzwänden zählen die ausgezeichneten Wärmedämmeigenschaften, die hohe mechanische Belastbarkeit und die angenehme Oberflächentemperatur. Holz trägt zu einem angenehmen Raumklima bei, da es außerdem folgende Fähigkeit hat: Holz bindet Kohlendioxid, was für eine stets saubere Luft sorgt. Beispielsweise speichert 1 m³ verbautes Holz 1 Tonne CO2. Zusätzlich absorbiert es, wie alle organischen Stoffe, Gerüche. Es nimmt Feuchtigkeit auf, die bei trockener Luft wieder abgegeben wird.
Holz eignet sich für alle Räume sogar für Nassbereiche. Vergessen Sie nicht, dass fast alle Saunen aus Holz sind.
Ein weiterer Vorteil des Holzbaus ist, dass er als Trockenbauweise, also ohne Wasser, ausgeführt wird. Bei der Ausführung brauchen somit keine Austrocknungszeiten eingehalten werden. Die warme Holzoberfläche hilft dabei die Heizkosten zu senken, da das Gefühl einer höheren Raumtemperatur verliehen wird.
Erwähnenswert ist, dass das Holz – wie auch Lehm – einen neutralen Lebenszyklus hat, da in seiner Erzeugung und Bearbeitung wenig Primärenergie benötigt wird. Und an seinem Lebensende gibt es so viel Kohlendioxid ab, wie es in seinem „Leben“ abgespeichert hat.

Ziegelwände

Innenwände aus Ziegel können nichttragend oder tragend sein, je nach Art des Ziegels. Ziegeln bestehen aus Ton und Lehm und verschiedenen Tonmineralien Kaolinit oder Halloysit, dazu kommen zur Porosierung Zusatzstoffe wie Polystyrol oder Papierschlamm und das Gemisch wird dann bei durchschnittlich 1000°C gebrannt, um auf die bekannte Form zu kommen.

Die Vorteile von den nichttragenden Ziegelwänden machen Ziegel zu einem starken Konkurrenten gegenüber den anderen Baustoffen.
Bei geringer Wandstärke erzielt man eine hohe Festigkeit, was wichtig ist bei der Befestigung von Lasten wie Küchenschränken oder Hochschränken. Dabei muss man nicht schon beim Aufstellen wissen, wo sie hinkommen, was bei den anderen Varianten von Vorteil wäre bzw. sogar ein Muss ist. Zu den Vorteilen zählen auch der sehr hohe Brandschutz bei geringer Stärke und der einheitliche Putzuntergrund.

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